Abschlusstagung

KiTab.rlp zeigt Mehrwert von Tablets in der Kita.

KiTab

Wie sich Tablets pädagogisch sinnvoll in den Kita-Alltag integrieren lassen, haben drei rheinland-pfälzische Kitas im Rahmen von „KiTab.rlp – Medienbildung mit Tablets“ erprobt, einem der bundesweit ersten wissenschaftlich begleiteten Tablet-Projekte im Bereich Frühe Bildung. Die zentralen Ergebnisse wurden bei der Abschlussveranstaltung vorgestellt.

Nachdem REDNET, medien+bildung.com, das Ministerium für Bildung und die AG Medienpädagogik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz seit Anfang 2015 an der Ausrichtung des Projekts gearbeitet hatten, fiel im Oktober 2015 der Startschuss für den Tablet-Einsatz in den Einrichtungen. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass Dreiviertel aller Haushalte bereits Zugang zu mobilen Medien hätten, habe das Thema Medienbildung für Heranwachsende eine große Bedeutung, betonte Regina Käseberg, Leiterin der Abteilung Frühe Bildung im Ministerium für Bildung bei der Veranstaltung. Deshalb habe das Ministerium das Projekt gerne als Partner unterstützt.

Fortbildungen für die Erzieher.
Damit der pädagogisch sinnvolle Einsatz der Geräte in den Einrichtungen sichergestellt war, erhielten die beteiligten Erzieher zum Auftakt und während der kompletten Laufzeit von KiTab.rlp mehrere Fortbildungen, die sie sowohl mit den iPads als auch mit kindgerechten Apps vertraut machten. Wie wichtig diese Fortbildungen sind, betonten auch Katja Friedrich, Geschäftsführerin von medien+bildung.com, und Walter Steffens, Mitglied der Geschäftsführung bei REDNET, als sie die Meilensteine und zentrale Erfahrungen des Pilotprojekts vorstellten.

Positive Effekte der Tablets.
Die Erzieher selbst fühlten sich durch die Fortbildungen zunehmend sicherer und kompetenter im Umgang mit den Geräten, wie die wissenschaftliche Begleitforschung unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Aufenanger zeigte. Zudem verdeutlichen die Videobeobachtungen, dass die iPads kind- und altersgerecht in Zweierteams oder in Gruppen eingesetzt wurden, die Kinder dabei eine intensive Betreuung erhielten und im Umgang mit den Tablets kreativ und aktiv waren. Die Bildschirmzeiten wurden dabei zu keiner Zeit überschritten.

Nach Aussage der Erzieher sind die Kinder über die Tablets auch miteinander ins Gespräch gekommen und das Selbstwertgefühl sowie Selbstbewusstsein der Kleinen wurde ebenfalls gefördert. Zudem haben die Tablets das Spielen und Toben – wie erwartet – zu keiner Zeit ersetzt und es hat keine „Gier“ nach den Geräten gegeben.

Praxisworkshops für die Teilnehmer.
Wie die Tablets in den Einrichtungen eingesetzt wurden und welche Erfahrungen die Erzieher selbst gemacht haben, präsentierten sie ebenfalls im Rahmen der Abschlussveranstaltung. In Praxisworkshops hatten die Teilnehmer anschließend die Möglichkeit, mehr zu den konkreten Einsatzszenarien zu erfahren und sich mit den Erziehern aus den Einrichtungen über den Umgang mit Tablets in der Kita auszutauschen. Zudem konnten sich die Teilnehmer in dem Praxisworkshop von Dorle Voigt, medien+bildung.com, an verschiedenen Stationen mit dem Thema Trickfilm vertraut machen. REDNET Medienpädagoge und Apple Education Trainer Tobias Bachert zeigte in seinem Workshop auf, wie sich Geschichten mit Book Creator mit dem iPad kindgerecht erzählen und gestalten lassen. Gut besucht war auch die Ausstellung, in der Lösungen aus dem Apple-Portfolio, die REDNET Akademie Box in der Education Edition und die Fortbildungsmöglichkeiten im Rahmen der REDNET Akademie aufgezeigt wurden.

Quelle: www.rednet.ag